Master Ingenieurökologie (M.Sc.)

Der Studiengang Ingenieurökologie ersetzt zum Sommersemester 2019 den MSc Umweltplanung und Ingenieurökologie.

Infos zum Runterladen als pdf für den Master Ingenieurökologie:

Einführung

Der Masterstudiengang Ingenieurökologie fügt sich in das Leitbild der TUM ein, die „… In ihrem Grundverständnis als Dienerin der Gesellschaft [...] dem Innovationsfortschritt auf Wissenschaftsgebieten verpflichtet“ ist. Er trägt zur Entwicklung innovativer Landnutzungsstrategien und zur Vermeidung und Beseitigung von Umweltproblemen vor dem Hintergrund des globalen Wandels bei, um das Leben und Zusammenleben der Menschen nachhaltig zu verbessern.

Der Studiengang hat einen inter- und transdisziplinären Charakter. Der Studiengang richtet sich daher an InteressentInnen mit einem Universitäts- oder Hochschulabschluss in umwelt-, naturschutz-, landnutzungs- und/oder planungsbezogenen Disziplinen. Hierzu gehören insbesondere Studierende mit Universitäts- oder Hochschulabschlüssen der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung, Biologie, Geographie, Umweltingenieurwesen, Agrar- und Forstwissenschaften oder vergleichbaren Studiengängen, die an deutschen oder anerkannten ausländischen Hochschulen mit dem Bachelor oder gleichwertig abgeschlossen wurden. 

AbsolventInnen des Masterstudiengangs Ingenieurökologie sind ExpertInnen für Ökosystemmanagement. Durch das Studium werden sie dazu befähigt, alle Schritte des Ökosystemmanagements einzeln und in ihrer Gesamtheit zu erarbeiten, durchzuführen, zu überwachen oder zu evaluieren. Sie können Landnutzungskonflikte und Wirkungen der Landnutzungen auf Ökosysteme erkennen und interdisziplinäre Umweltplanungen entwickeln und leiten.

Die AbsolventInnen 

  • verstehen die gesellschaftlichen Anforderungen an ein nachhaltiges Management der Landnutzung und ihrer Konflikte;
  • analysieren die verschiedenen Dimensionen der menschlichen Landnutzung und der Wechselwirkung mit den natürlichen Ökosystemen;
  • bewerten die Auswirkungen menschlichen Handelns auf Ökosysteme sowohl qualitativ als auch quantitativ;
  • wenden erprobte Lösungen für Landnutzungs- und Umweltprobleme in neuen Zusammenhängen an;
  • entwickeln Handlungsoptionen von passiver Renaturierung bis hin zu massiven Ingenieureingriffen; 
  • übersetzen mit planerischer Kompetenz Handlungsoptionen in konkrete Maßnahmen; 
  • planen effiziente Wirkungskontrollen für Maßnahmen im Rahmen des Ökosystemmanagements;
  • haben aufgrund ihres Projektstudiums eine besonders hohe Teamkompetenz;
  • beziehen mit fallspezifisch-kommunikativen Fähigkeiten alle relevanten gesellschaftlichen AkteurInnen und InteressentInnen in die Problemeinschätzung ein, sie präsentieren Handlungsoptionen und Managementplanung und dokumentieren die Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen;
  • identifizieren Forschungsfragen und können je nach Disziplin geeignete Forschungsdesigns anlegen, durchführen, auswerten und kommunizieren.

Masterstudium in Teilzeit (50 und 66 %)

Eine hohe Flexibilität in der individuellen Studiengestaltung des Master Ingenieurökologie wird unterstützt durch die Möglichkeit, zwischen Vollzeit und zwei Teilzeitvarianten (mit 50%igem bzw. 66%igem Studienanteil pro Semester bei entsprechender Verlängerung der Studiendauer) zu wählen und so nach einem Studienplan zu studieren, der den individuellen Lebensbedingungen angepasst ist. Dies soll den Studierenden auch ermöglichen, nebenher in noch größerem Ausmaß Berufserfahrung zu sammeln, was positive Auswirkungen auf die Nachfrage der AbsolventInnen am Arbeitsmarkt haben dürfte.

Durch die Möglichkeit des Teilzeitstudiums möchte die Studienfakultät die Zielgruppe potentieller Studierender des Masterstudiengangs erweitern. Gleichzeitig kann eine interdisziplinäre Studierendenschaft komplementäre Aspekte in bestehende Lehrformen einbringen und so die Qualität der Lehre weiter verbessern. Durch die Verortung der Module an unterschiedlichen (Studien-)Fakultäten können die jeweiligen DozentInnen von besonders interessierten Studierenden anderer Fachrichtungen profitieren.

Berufsbild

Für die Entwicklung zukunftsweisender Lösungsansätze im Bereich der menschlichen Landnutzung und ihrer Umweltwirkung besteht ein großer Bedarf an hochqualifizierten Ingenieurökologen, die in der Lage sind, aus einem systemischen Verständnis heraus innovative räumliche Konzepte zur Integration unterschiedlicher Flächennutzungsansprüche auf begrenztem Raum unter Wahrung der Biodiversität und der Leistungsfähigkeit der betroffenen Ökosysteme zu erarbeiten und umzusetzen. 

Im Studiengang Ingenieurökologie erwerben sich die Studierenden die Fähigkeit zur Synthese, Konfliktlösung und Erstellung von jeweils problemadäquaten Ansätzen für das Management von Ökosystemen in allen Klimazonen. Ingenieurökologen sind daher vor allem für folgende Tätigkeiten bei nationalen als auch internationalen Arbeitgebern qualifiziert: 

  • Stadt-, Landschafts- und Energieplanung sowie Naturschutz- und Umweltverträglichkeitsgutachten in Ingenieur- und Planungsbüros;
  • Umweltberatung in mittelgroßen und größeren Unternehmen (z.B. Klärung der umweltrechtlichen Rahmenbedingungen bei Projekten oder Erstellung umweltschutzrelevanter Fachgutachten) sowie in Verbänden;
  • Vollzugsaufgaben der Umwelt- und Naturschutzgesetzgebung, in Behörden, etwa nationalen, regionalen oder kommunalen Umwelt- und Naturschutzbehörden sowie Landwirtschafts-, Wasserwirtschafts- und Grünämtern;
  • Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer zu Themen des Ökosystemmanagements in Universitäten, Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen.