Berufsaussichten

Landschaftsarchitekten entwerfen, planen und betreuen den Bau von Freiräumen (z.B. Parks, Plätze, Gärten, Straßenräume), aber auch Konzepte im Städtebau und der Raumplanung. In den letzten Jahren werden Aufgaben in der Umgestaltung vorgenutzter Flächen (z.B. Industriebrachen) zunehmend wichtig. Hinzu treten die bislang eher vernachlässigten suburbanen Räume (z.B. Speckgürtel, Zwischenstadt). Und beim Erhalt und der Wiedererlangung lebenswerter Städte sind heute von der Landschaftsarchitektur ganz wesentliche Beiträge (z.B. in den öffentlichen Räumen) zu erbringen.

Die Landschaftsplanung leistet vielfältige Beiträge zur Analyse und Bewertung von Landschaften und deren Bestandteilen (wie z.B. Vegetationsbeständen); darüber hinaus werden Strategien, Konzepte und Planungen für das Management, die Entwicklung und die nutzungsbestimmte Gestaltung von Landschaften erstellt. Einerseits fungiert die Landschaftsplanung somit als Fachplanung für Naturschutz, Landschaftspflege und landschaftsgebundene Erholungsplanung, andererseits trägt sie fächerübergreifend zu einer nachhaltigen Raum- und Landschaftsentwicklung bei. Landschaftsplaner arbeiten u.a. in Planungs-, Ingenieur- und Beratungsbüros, Verwaltungsbehörden oder Forschungs-einrichtungen stets in enger Kooperation bzw. in reger Kommunikation mit den Fachleuten benachbarter Berufsfelder, den Grundeigentümern und Landnutzern sowie den Bürgern zusammen. Als Dienstleistung zur Vorbereitung politischer oder behördlicher Entscheidungen hat die Landschaftsplanung großen Einfluss auf die Nutzung und Gestaltung von Natur und Landschaft. In Abhängigkeit gesellschaftlicher und umweltbedingter Entwicklungen (z.B. durch den Klimawandel) werden in der Forschung und bei der Anwendung ihre Verfahren, Instrumente und Rechtsgrundlagen laufend weiter entwickelt, wodurch sich neue und zukunftsorientierte Tätigkeitsfelder im In- und Ausland (u.a. auch in der Entwicklungsarbeit) ergeben.

Die Berufsaussichten umfassen u.a. die folgenden Arbeitsfelder in selbständiger (z.B. freiberuflicher) Tätigkeit, als Mitarbeiter von privaten Planungsbüros, Verbänden, Instituten oder der öffentlichen Verwaltungen:

     

  • Objektplanung von Aussenanlagen für private und öffentliche Auftraggeber
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  • Beiträge zur Raumordnung, Stadtentwicklung und Bauleitplanung
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  • Konzeptplanungen und Projektentwicklung
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  • Fachplanerische Tätigkeit in der Landschaftsplanung und dem Naturschutz
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  • Forschung und Wissenschaft
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Neben diesen gewissermaßen zentralen Berufsfeldern qualifiziert das Studium zu weiteren fachbezogenen Tätigkeiten z. B. in den Medien sowie zu verschiedenen Beratungtätigkeiten etwa in Unternehmen und Stiftungen. Das universitäre Studium ermöglicht es durch seine grundlagenorientierte und reflektierende Ausrichtung den Absolventen, sich in vielen Bereichen berufsmäßig zu engagieren. Besonders durch die Projektarbeiten erwerben die Studierenden die Fähigkeit zur Kommunikation, zum strukturierten Umgang mit konkreten Aufgaben und die Kompetenz, diese zu einer Lösung zu führen, was sie erfahrungsgemäß auch für ein sehr breites Spektrum beruflicher Perspektiven qualifiziert.

Das Studium möchte die Absolventen auch für Tätigkeiten im Ausland qualifizieren. Das Studienprogramm ermöglicht die Beschäftigung mit internationalen Aspekten des Fachs: Projekte und Exkursionen im Ausland, ein Auslandsaufenthalt, der fest im Curriculum verankert ist sowie die Möglichkeit der Anerkennung von Studienleistungen, die an ausländischen Hochschulen erworben wurden. 

Ein spezielles Berufsfeld stellen die staatlichen Verwaltungen im Bereich Naturschutz, Regionalentwicklung sowie Stadtplanung dar. Hier ist in näherer Zukunft aufgrund eines Generationswechsels mit guten beruflichen Aussichten zu rechnen. Ein Referendariat bereitet auf die Tätigkeit in der Verwaltung vor.

Vom Wissenschaftsladen in Bonn gibt es eine aktuelle --> Studie (2012) über die (verbesserten) Berufsaussichten von Landschaftsarchitekten (--> Info)